Vitamin D Überdosierung

Überdosis Vitamin D 

Vitamin D Überdosierung

Vitamin D Überdosierung tritt erst bei sehr großen Mengen auf. Allerdings kann hochdosiertes Vitamin D zu Mineralstoffmängeln und Verkalkung führen.

Vitamin-D-Überdosierung: Gefahr von Hyperkalzämie

Vitamin D ist für die Aufnahme von Calzium aus der Nahrung verantwortlich. Übermäßig hohe Dosen Vitamin D können darum zur sogenannten Hyperkalzämie führen, einer Übermäßigen Aufnahme von Calcium, die ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt.

Das Risiko ist jedoch überschaubar: Hyperkalzämie wird erst bei einer Vitamin-D-Dosierung von täglich etwa 40.000 IE beobachtet. Selbst bei sehr hohen Dosen um die 10.000 IE täglich konnten hingegen keine Anzeichen einer Hyperkalzämie festgestellt werden. (1, 2)

Neben der Hyperkalzämie kann es auch zur so genannten Hyperkalzurie kommen – einer erhöhten Ausscheidung von Kalzium über den Urin. Auch hier können Verkalkungen von Organen und Nierensteine entstehen. (3)

Die Symptome einer Vitamin-D-Überdosierung

Die Symptome einer Vitamin-D-Überdosierung durch übermäßige Aufnahme von Kalzium (Hyperkalzämie) reichen von Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Herz-Rhythmusstörungen, Muskelschwäche und Koma. (4)

Symptome einer Überdosierung:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Obstipation (Verstopfung)
  • Appetitlosigkeit
  • Mattigkeit
  • Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Muskelschwäche sowie hartnäckige Schläfrigkeit
  • Azotämie (erhöhte Stickstoffkonzentration im Blut)
  • gesteigerter Durst und erhöhtem Harndrang
  • Austrocknung

Auch beim Ausbleiben solcher Symptome kann jedoch eine fortgesetzte Überdosierung von Vitamin D und der damit verbundenen übermäßigen Aufnahme von Calcium über die Zeit zur Verkalkung von Organen und Gefäßen führen, was die Entstehung von Nierensteinen (Nephrolithiasis), Arteriosklerose und Herzinfarkten begünstigt.

Vitamin-D-Überdosierung – geringe Gefahr bei üblichen Dosen

Eine Vitamin-D-Überdosierung im Sinne der Hyperkalzämie ist grundsätzlich bei sachgemäßer Anwendung der allgemein erhältlichen Vitamin-D-Präparate nicht zu befürchten. Übliche Dosierungen liegen bei 2000-4000 IE täglich und damit fast ein zehnfaches unter der kritischen Grenze. Diese Dosierungen sollten möglichst nicht überschritten werden.

Kurzfristige Dosen von hochdosiertem Vitamin D mit zum Beispiel 60.000 IE die Woche zum Auffüllen der Vitamin-D-Körperspeicher sind ebenfalls unbedenklich – erst bei regelmäßiger täglicher Zufuhr solch hoher Dosen treten die genannten Probleme auf.

Bei täglichen Dosen um 10.000 IE können im Sommer bei einigen Menschen kritische Werte auftreten, wenn durch die Sonne weiteres Vitamin D synthetisiert wird.

Trotz dieser relativen Unbedenklichkeit haben dauerhafte hohe Dosen Vitamin D an der Grenze zur Toxizität möglicherweise negative Auswirkungen.

Bei sehr hohen Vitamin-D-Spiegeln (> 70 ng/ml) kann es auch ohne Hyperkalzämie bereits zu gefährlichen Verkalkungen kommen.

Hohe Dosen Vitamin D können außerdem zu einem Mangel an anderen Nährstoffen führen, wie wir weiter unten sehen werden.

Vitamin-D-Überdosierung durch die Sonne?

Können ausgedehnte Sonnenbäder zu einer Vitamin-D-Überdosierung führen? Zum Glück nicht: Die Haut besitzt einen Regulationsmechanismus, der verhindert, dass übermäßig viel Vitamin D durch die Sonne produziert wird. Die maximal produzierte Menge entspricht etwa der oralen Einnahme von 10.000 bis 20.000 IE.

In einigen Extremfällen, wie etwa Strandwachen in Israel, die bei spärlicher Bekleidung täglich bis zu acht Stunden extremer Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren, konnten extrem hohe Vitamin-D-Spiegel festgestellt werden. (5) Dies führte auch zu einer übermäßigen Aufnahme von Kalzium, die sich jedoch in einem Bereich befand, der durch eine erhöhte Ausscheidung von Kalzium über den Urin ausgeglichen werden konnte.

Trotzdem entwickelten diese Strandwachen auffällig häufig Nierensteine, deren Auftreten gegenüber der normalen Population etwa um das 20-fache erhöht war. Dies zeigt, dass hohe Vitamin-D-Spiegel auch ohne Auftreten einer Hyperkalzämie durchaus Gesundheitsrisiken bergen.

Auch beim Sonnenbaden ist also ein maßvoller Umgang mit der Sonne anzuraten, der sich aber auch schon allein aus Gründen des Hautschutzes gebietet.

Vitamin-D-Überdosierung und Vitamin-K-Mangel

Das Vitamin-D-bedingte Auftreten von Verkalkungen und Nierensteinen ohne Hyperkalzämie erklärt sich in den meisten Fällen durch einen funktionellen Vitamin-K2-Mangel. Vitamin K wird gebraucht, um das mit der Nahrung aufgenommene Calcium abzutransportieren und in die Knochen einzubauen. (6, 7)

Siehe hierzu auch den Artikel: Vitamin D – wichtige Nährstoffkombinationen

Bei einem Mangel an Vitamin K lagert sich das Calcium nutzlos im Körper an und führt zu den erwähnten Verkalkungen in Organen und Gefäßen.

Bei hohen Dosen Vitamin D und gleichzeitig schlechter Versorgung mit Vitamin K2, kann es zu einem funktionellen K2-Mangel kommen – das Calcium kann nicht abtransportiert werden und wird so zu einem Gesundheitsrisiko. (8-10)

Aus diesem Grund sollte bei der Einnahme von Vitamin-D-Präparaten möglichst immer auf eine gute Vitamin-K-Versorgung geachtet werden.

Im Idealfall sollten Vitamin-D-Präparate verwendet werden, die zusätzlich auch Vitamin K2 enthalten.

Vitamin-D-Überdosierung und Magnesium-Mangel

Ähnlich verhält es sich auch mit Magnesium: Das Mineral wird für alle Umwandlungsschritte des Vitamin D zu seiner aktiven Form gebraucht. Bei einer latenten Unterversorgung mit Magnesium kann die Einnahme von großen Mengen Vitamin D darum zu einem Magnesium-Mangel führen, der in der Folge auch zu einem Mangel an aktivem Vitamin D führt. (11, 12)

Die vereinzelt berichteten angeblichen Nebenwirkungen von Vitamin D wie Herzrasen, Schwindel und Kopfschmerzen, sind keine Folgen des Vitamin D, sondern die Folgen eines durch Vitamin D induzierten Magnesium-Mangels.

Die Versorgung mit Magnesium in der Bevölkerung ist recht gut, weshalb dieser Zusammenhang nur selten relevant ist. Wenn sich trotz der Einnahme von Vitamin D die Blutwerte jedoch nur wenig erhöhen, oder spürbare Nebenwirkungen auftreten, kann dies sehr gut an einem solchen funktionellen Magnesium-Mangel liegen.

Fazit Vitamin-D-Überdosierung

Trotz all dieser Zusammenhänge ist Vitamin D grundsätzlich als sicher zu bewerten. Eine Überdosierung mit Vitamin D ist mit handelsüblichen Präparaten nicht zu befürchten. Allerdings sollten die Empfehlungen zur Vitamin-D-Dosierung (2000-4000 IE) beachtet und der Vitamin-D-Spiegel in einem gesunden Rahmen (30-50 ng/ml) gehalten werden.

Die heute teilweise geforderten extrem hohen Vitamin-D-Spiegel über 50ng/ml haben derzeit keine wissenschaftliche Grundlage und stellen ein relevantes Risiko für Verkalkungen dar.

Bei Einnahme von Vitamin-D-Präparaten ab 1000 IE sollte auf eine gute Versorgung mit Vitamin K geachtet werden. Beim Auftreten von Unwohlsein oder Nebenwirkungen oder bei chronisch niedrigem Vitamin-D-Spiegel trotz Supplementierung sollte Magnesium ergänzt werden.

Quellen

  1. Hathock, John N., et al. Risk assessment for vitamin D. The American journal of clinical nutrition, 2007, 85. Jg., Nr. 1, S. 6-18.
  2. Vieth, Reinhold. Vitamin D supplementation, 25-hydroxyvitamin D concentrations, and safety. The American journal of clinical nutrition, 1999, 69. Jg., Nr. 5, S. 842-856.
  3. Strohmeier, W. L., et al. Hyperkalzurie und Vitamin-D-Stoffwechsel. In: Pathogenese und Klinik der Harnsteine X. Steinkopff, 1984. S. 342-347.
  4. Carrol, Mary F.; Schade, David S. A practical approach to hypercalcemia. American family physician, 2003, 67. Jg., Nr. 9, S. 1959-1966.
  5. Better OS, Shabtai M, Kedar S, Melamud A, Berenheim J, Chaimovitz C. Increased incidence of nephrolithiasis in lifeguards in Israel. In: Massry SG, Ritz E, Jahreis G, eds. Phosphate and minerals in health and disease. New York: Plenum Press, 1980:467–72.
  6. Vermeer C, Jie KS, Knapen MH. Role of vitamin K in bone metabolism. Annu Rev Nutr. 1995;15:1-22. Review. PubMed PMID: 8527213.
  7. P. V. Hauschka, J. B. Lian, D. E. Cole, C. M. Gundberg Osteocalcin and matrix Gla protein: vitamin K-dependent proteins in bone Physiological ReviewsJul 1989,69(3)990-1047
  8. Masterjohn C. Vitamin D toxicity redefined: vitamin K and the molecular mechanism. Med Hypotheses. 2007;68(5):1026-34. Epub 2006 Dec 4. PubMed PMID: 17145139.
  9. Fu X, Wang XD, Mernitz H, Wallin R, Shea MK, Booth SL. 9-Cis retinoic acid reduces 1alpha,25-dihydroxycholecalciferol-induced renal calcification by altering vitamin K-dependent gamma-carboxylation of matrix gamma-carboxyglutamic acid protein in A/J male mice. J Nutr. 2008 Dec;138(12):2337-41. doi: 10.3945/jn.108.093724. PubMed PMID: 19022954.
  10. Berkner, K. L. and Runge, K. W. (2004), The physiology of vitamin K nutriture and vitamin K-dependent protein function in atherosclerosis. Journal of Thrombosis and Haemostasis, 2: 2118–2132. doi: 10.1111/j.1538-7836.2004.00968.x
  11. Rude RK, Adams JS, Ryzen E, Endres DB, Niimi H, Horst RL, Haddad JG Jr, Singer FR. Low serum concentrations of 1,25-dihydroxyvitamin D in human magnesium deficiency. J Clin Endocrinol Metab. 1985 Nov;61(5):933-40. PubMed PMID: 3840173.
  12. Zittermann, Armin. Magnesium deficit? overlooked cause of low vitamin D status?. BMC medicine, 2013, 11. Jg., Nr. 1, S. 229.



25 Responses to “Vitamin D Überdosierung”

  1. Hallo !

    Zu den Leuten die Angst haben ..überzudosieren ….ihr habt am Tag 20% Verlust. .Raucher haben 30% …ihr müsstet schon 100000IE am Tag nehmen um überzudosieren …ich nehm 30tausend IE am Tag + K 2 + Magnesium. .. und hatte einen Wert nach ca 12 Monaten von 34ng/ml…war echt erschrocken. …ab 300ng/ml wird’s eng..
    Tolle Seite. .weiter so Herr Rotter ……wer möchte kann gerne mal auf meine Page schauen. Energieschub-Gesundheit.de.tl
    Lg

  2. Hallo,

    vielleicht hat jemand einen Rat für mich. Ich bin aktuell doch reichlich verwirrt von der diffusen Informationslage zum Thema Vitamin D.

    Ich bin ein stark übergewichtiger, 40 jähriger Mann. Bis auf die Adipositas bisher Gott sei dank gesund, kein Bluthochdruck, Cholesterinproblem oder Diabetes und die restlichen Blutwerte (bis auf den CRP Wert) auch unauffällig.

    Ich habe aktuell meinen Vitamin-D Status erheben lassen, er lag bei 22ng/ml.

    Der Vitamin-D-Rechner unter http://www.melz.eu/index.php/formeln/vitamin-d-substituierung sagt, ich muss 1,4 Mio I.E. Vitamin D3 auffüllen und parallel täglich 350mcg K2 MK7 (doppeltes Körpergewicht) zuführen.

    Das bedeutet, für 60 Tage 34.400 I.E. täglich und danach 16.300 zur Erhaltung täglich.

    Das sind ja schon sehr hohe Dosen über einen längeren Zeitraum. Ich mache mir hier Sorgen um Nieren und Hyperkalzämie.

    Mit meinem Arzt kann ich nicht wirklich sprechen. Der möchte mit 30 ng/ml auffüllen und es dann gut sein lassen. Im Internet steht 80-90 wäre ein guter Wert.

    Ich bin nicht viel in der Sonne und Büroarbeiter.

    Sollte ich die empfohlenen Mengen auf eigene Faust zuführen, in den geplanten 60 Tagen oder sollte ich auf 3 Monate verlängern um die Tagesdosis zu reduzieren? Macht es Probleme über einen so langen Zeitraum jeden Tag so viel Vitamin K aufzunehmen? Muss ich Calcium zusätzlich zuführen? Magnesium fülle ich bereits durch Voll- und Fußbäder und orale Einnahme seit Monaten auf.

    Vielen Dank!

    Grüße
    Tim

    • Hallo,

      ja, die Lage ist tatsächlich sehr verworrden, da viele unterschiedliche Protokolle existieren.
      Unsere Empfehlung für das Auffüllen/die Anfangstherapie können Sie dem entsprechenden Artikel entnehmen. Danach wäre eine erneute Blutkontrolle sinnvoll.

      Als tägliche Dosierung sind 50IE pro kg Körpergewicht ein guter Richtwert.

      Die von Ihnen genannten Dosierungen erscheinen – besonders jetzt im Sommer – doch recht hoch.

      Grüße

  3. bernadette kalberer:

    aus erfahrung kann ich bestaetigen,dass vitamin d einnahme ohne k2 probleme macht..meine frage warum muss mann beim sonnenbaden kein k2 zusaetzlich einnehmen?

    • Hallo,

      in der Tat macht K2-Supplementation im Sommer sehr viel Sinn.
      Strandwachen bekommen zum Beispiel häufig Nierensteine, weil sie durch die Sonne sehr hohe Vitamin-D-Werte haben, aber leider oft auch K2-Mangel.

      Grüße

  4. Habe von Juli bis,Okt 2015 50.000 IE Vit D täglich genommen. Seitdem hab ich tw massive Gelenkschmerzen. Was kann ich tun?

  5. Hallo und guten Tag,
    ich hoffe, Sie können mir helfen und mich vielleicht etwas fachlicher informieren, als es die Arztpraxis eben tat.
    Im Rahmen meiner Schwangerschaft und eines Antiphospholipidsyndroms nahm ich Anfang des Jahres ASS 100 und Heparin s.c. ein. In einer routinemäßigen Blutuntersuchung stellte man dann einen Vitamin D3 Mangel fest (6,7).
    Anfang Januar hatte ich dann eine Fehlgeburt in der 14 SSW. Mein Arzt sah einen Grund auch in dem schweren VitD3-Mangel.
    Nun nehme ich seit 7 Wochen Dekristol 20.000 IE ein (2x in der Woche eine Tablette).
    Die Kontrolle dieser Woche ergab nun einen viel zu hohen Wert von 173!!!
    Natürlich setze ich das Präparat nun ab.
    Als ich fragte, ob ich irgendetwas “dagegen” tun kann oder ob ich ansonsten einfach etwas “Gutes” machen kann, wusste die Arzthelferin nichts zu sagen. Sie verabschiedete sich nur noch mit den Worten “wir kontrollieren in 6 Wochen. Bis dahin dürfen sie nicht schwanger werden, sonst geht das wieder in die Hose!” :-(
    Nun bin ich schockiert und ratlos und ein bisschen ängstlich.
    Was können Sie mir raten und was soll ich tun?
    Und ist dieser Wert wirklich so gefährlich für eine mögliche Schwangerschaft?

    Ich danke Ihnen für jede hilfreiche Antwort.
    Beste Grüße,

    Marie R.

    • Hallo,

      Bitte beachten Sie die Einheit – wurde Ihr Wert vielleicht in nmol/l gemessen?
      Wenn es wirklich in ng/ml ist kann man in diesem Fall nicht wirklich viel machen – das überschüssige Vitamin D wird vom Körper nun abgebaut.
      Gefährlich wird es nur bei gleichzeitiger übermäßiger Calzium-Zufuhr.
      Sie haben insgesamt 280.000 IE eiingenommen, was in der Anfangstherapie eigentlich ok ist – der hohe Wert ist daher etwas verwunderlich und wird sicher recht rasch absinken.

      Beste Grüße

  6. Guten Abend Herr Rotter,

    ich habe Mitte November vom Arzt, den ich wegen diffusen Beschwerden aufgesucht habe, einen Vita D Wert von 11 ng/mol erhalten. Was auch meine Beschwerden erklärte. Nach ausführlicher Lektüre zum Thema habe ich dann für 42 Tage mit 50 K angeflutet und dann 10 K täglich und zusätzlich K2 150 Mikrogramm wie auch 300 mg MG genommen. Bei der nächsten Messung im Januar war der Wert dann bei nur 19,5 ng/mol. Ich machte die gleichzeitige tägliche Aufnahme mit Leinsamen dafür verantwortlich. Dann nahm ich für weitere 21 Tage eine tägliche Dosis von 20 K plus MG plus K2 ein. Dann erhielt ich einen Wert von 55 ng/mol. Da ich gerne auf ca. 80 ng/mol kommen wollte, habe ich noch für weitere 15 Tage die Einnahme mit 20 K täglich fortgeführt. Dann habe ich wieder testen lassen und nun heute den Wert von cerascreen >120 ng/mol erhalten ??? Wie kann das möglich sein ? Was ist da passiert ? Nun habe ich Angst, dass ich Schäden davon trage, obwohl ich keinerlei Beschwerden habe, die bei einer Überdosierung ja beschrieben werden. Ich freue mich, wenn Sie mir eine kurze Einschätzung geben könnten. Sollte ich nun alle Milchprodukte meiden und auch kein Ca-haltiges Mineralwasser trinke ? Wie lange dauert es, bis sich der Wert wieder normalisiert ? Oder könnte ein Messfehler vorliegen ? Viele Grüße und Danke für Ihre Antwort !

    • Hallo,

      ich bin etwas verwirrt, da es die Einheit, die Sie verwenden (ng/mol) nicht gibt.
      Vitamin D kann in zwei verschiedenen Messeinheiten gemessen werden, die sich nicht entsprechen ng/ml und nmol/l.
      Eventuell haben die Tests verschiedene Skalen verwendet?

      Ansonsten kann man im Nachhinein kaum sagen, warum die erste Kur keinen Erfolg brachte: Vielleicht ein starker Magnesium-Mangel? Ein anderes Präparat? Das ist aus der Ferne schwer nachzuvollziehen?

      Zu dem Wert von 120 kan auch wenig gesagt werden, da wie gesagt die Einheit unklar ist. Bedenklich ist der Wert in keiner Skala, sofern nicht Unmengen Calcium eingenommen werden. Sollte die Einheit nmol/l sein, wäre dies sogar ein ziemlich optimaler Wert.

      Viele Grüße

  7. Guten Tag Herr Rotter

    Was ist die Ursache für die Nebenwirkung Austrocknung? Was kann man machen, wenn man dies bekommt? Ich habe Vitamin D für ca. die letzten 2 Monate mit etwa 4000-5000IE genommen. Seit drei Tagen nehme ich 10000 IE und merke, dass ich Probleme habe mit trockenen Lippen etc. Davor und auch sonst habe ich teilweise Mühe damit Wasser aufzunehmen und Tendenz zu trockener Haut, jetzt scheint es mir jedoch verstärkt. Weist das auf einen Mangel/Unterversorgung eines anderen Stoffes hin?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Freundliche Grüsse

    • Hallo,

      ein Zusammenhang mit Vitamin D käme hier über eine Beeinflussung der Nierentätigkeit in Betracht – ich würde das aber eher für unwahrscheinlich halten.

      Liebe Grüße

  8. hallo allerseits,

    ich bin im moment dabei, meinen vitamin d-spiegel anzuheben (dr. jacobs d3k2-öl, 20000 i.e./d), dies wird in kürze abgeschlossen sein und ich werde auf 4800 i.e./d herunterfahren. meine frage: ich treibe viel sport und nehme deshalb das präparat „frubiase sport“, welches mit 500 mg Ca ca. 63% des täglichen bedarfs deckt. besteht hier trotz k2-einnahme eine längerfristige gefahr wegen des calciums?

    danke für antworten!

    • Hallo,

      das kommt darauf an, wie viel Calcium Sie sonst noch aufnehmen und wie das Verhältnis zu Magnesium ist (am besten fast 1:1)
      Bei guter Vitamin-K2-Versorgung sollte überschüssiges Calcium eigentlich ausgeschieden werden. Dies ist ein Nährstoff bei dem ich persönlich es aber nicht übertreiben würde.

      Grüße

  9. Hallo David,

    seit 16.1.2016 bis zum 25.1.2016 Spritze ich täglich 1 Ampulle mit 1 ml B12 Wirkstoff: Cyanocobalamin ( 10 Tage ).

    Seit 25.1.16 bis 1.2.16 ( 8 Tage), nehme ich täglich 4 mal Vitamin D ein = 40.000 I.E.
    Dann alle 3 Tage noch 1 mal Vitamin D ein = 10.000 I.E. Ich hab das noch 4 Tage so weiter gemacht. ( Ich müsste, dann einen Wert von 200.000 I.E. Haben )

    Seit 25.1.16 bis 10.2.16 ( 8 Tage ), nehme ich alle 2 Tage 1 mal Vitamin K2 ein = 200 ug.

    Seit dem 12.2.16 ca. 3 Wochen später habe ich Herzrhythmusstörung,Herzstolpern schmerzen am Herz,sehr Zitterig,benommen,kalt und warm ,Schwindel,innere Unruhe,Kopfschmerzen!!!
    So was hätte ich noch nie gehabt!! Habe viel Stress bei der Arbeit, aber wer hat das nicht!!

    War beim Arzt EKG,langzeit EKG, Ultraschall,Blut alles ok. Aber mir geht es immer noch nicht gut !!

    Ich nehme jetzt seit 15.2.16 Magnesium Diasporal 300 ( Magnesiumcitrat 1830 mg /Magnesium 295,7 mg )

    Ich habe mein Blut am 20.2.16 untersuchen lassen.
    Magnesium 0,66 mmol / l
    Vitamin B12 644 ng / l
    25 – Hydroxy – Vitamin D 66 ug / l

    Mach sehr viel Sport, jeden Tag etwas anderes- Ausdauer- Fitnessstudio- Kraft- sehr viel Sauna 3 bis 4 mal die Woche.
    Ich trinke pro Tag ca. 3- 4 Liter Leitungswasser und die letzten 6 Wochen abends mal 1 Liter Rotwein. Esse viel Fleisch und Gemüse,Salate,Joghurt,Kuchen und viel Leinöl,Kürbiskernöl. Täglich noch 1 Eiweißshake.

    Ich nehme seit 10.2.16 nichts mehr ein. Außer pro Tag Magnesium ( Diasporal 300 )

    Was kann ich noch tun, damit es mir wieder besser geht.
    Es sind nur noch die Herz Probleme da. Herzstolpern, Herzrhythmus, und die kommen fast immer wenn ich nix tue !!!

    Grüße Hans

    • Hallo,

      bei einem Vitamin-D-Wert von 66 µg/l ist eine Überdosierung nicht wahrscheinlich.
      Vitamin B12 ist auch normal.

      Vermutlich liegt das Problem hier also nicht bei den Präparaten.
      Alles andere bitte ich Sie mit einem Arzt zu klären – medizinische Ratschläge sind per Internet nicht erlaubt.

      Viele Grüße

  10. Claudia Bollinger:

    Hallo,und einen schönen guten Tag,
    ich bin so froh diese Seite gerade gefunden zu haben…
    Ich habe mir von Mitte November an,(mit einem Vitamin D3 Wert von 17,6ng gestartet)
    täglich ‘hochdosiert’ Vitamin D3 50 000IE zugeführt(nach Jeff Bowls)Das war anfangs meine erste’Quelle’diesbezüglich.Außer einer guten Freundin die diesbzüglich schon eine Menge Erfahrung hatte…Bei einem starken Übergewicht(fast 40kg:-() waren wir beide laut Info,davon überzeugt das es bei mir ‘länger’dauern würde,die Hochdosierung.Mir erging es die letzten Wochen aber gar nicht gut,sodass ich nach mehr ‘INFO’ suchte,weitere Bücher angefordert habe und gelesen.Da kamen schon die ersten Zweifel das ich evtl schon überdosiert sein könnte:-( Ich habe vor 2 Wochen den Test gemacht,letzte Woche kam das Ergebniss von 183ng :-((( Ein riesen Schreck…Meinem Gefühl schon,Gott sei Dank,vorher gehorchend,war ich da schon ca 2 Wochen am reduzieren,d.h. ich hatte vor Test schon fast 2 Wochen nur noch 25 000,dann sogar nur noch alle 2 Tage 25 000IE eingenommen.Nach dem ich das Ergebniss erhalten habe,nehme ich KEIN Vitamin D3 mehr ein.Haber sofort abgesetzt.Ist das RICHTIG? Kann mir etwas passieren?Wie schnell wird das jetzt sinken? Nebenwirkungen:Ich habe einen starken Druck im Kopf,was bei mir aber auch von der HSW kommen kann.Herzrythmusstörungen kann ich leider auch spüren,hält sich aber in Grenzen(gestern war ein schlimmer Tag)Ist aber auch dann alles eine Sache der ANGST(da ich mit Angstörungen/Depressionenzu tun habe)Kann das jetzt ganz schlecht unterscheiden.Angst davor das jetzt was passsieren kann,oder tatsächliche schwerwiegende Symptome???Ich nehme Magnesium weiterhin ein,die K2,welche ich die ganze Zeit eingenommen habe)habe ich auch abgesetzt,macht es Sinn diese weiterhin einzunehmen(200mg)? Werden sich die Symptome vorraussichtlich jetzt täglich legen?Sorry,ich habe da wohl Mist gebaut,hätte viel früher kontrollieren müssen:-(((
    Aber wer kann mir jetzt helfen,ohne mich zu verurteilen???Mein Hausarzt nennt das alles den neusten’Boom um den V D3-Wert’,den kann ich unmöglich um Rat fragen:-(((
    Ich freue mich von Ihnen zu hören
    Herzlichen Dank im Vorraus…ganz liebe Grüße C.B.

    • Guten Tag,

      wir beobachten diesen Hype um die Vitamin-D-Megadosen mit großer Besorgnis. Ihr Hausarzt hat nicht ganz unrecht: Vieles, was gearde im Internet kursiert hat wenige wissenschaftliche Basis und kann – wie Ihr Fall plastisch zeigt – durchaus auch gefährlich werden. Derartig hohe Dosen machen nur sehr selten Sinn.

      Sowohl der Vitamin-D-Spiegel als auch der wahrscheinlich erhöhte Calcium-Spiegel erholen sich jedoch von selbst wieder.
      Bei Vitamin D kann das nun eine ganze Weile dauern. Vermutlich brauchen sie bis zum Herbst keines mehr einzunehmen, sofern Sie im Sommer gut Sonne bekommen.

      K2 und Magnesium können weiter eingenommen werden. Bei K2 wäre dies bestimmt sinnvoll.

      Viele Grüße!

  11. Guten Tag Herr Rotter,
    bei mir wurde im Dezember 2015 ein D3-Spiegel von 15,6 gemessen, den ich mit Dekristolvit 2.000 (1-2 Kapseln täglich) auffüllen sollte. Die Apotheke gab mir versehentlich Dekristol 20.000, was ich aber erst nach drei Wochen bemerkte, als ich meine Nebenwirkungen im Beipackzettel unter “Überdosierung” wiederfand. Da hatte ich aber schon 10 x 1 und 12 x 2 Kapseln täglich genommen.
    Die letzte Dosis habe ich am 7.1.2016 eingenommen. Mein D3 Spiegel war bei 76,5, noch 14 Tage später bei 69, das Kalzium im 24 Stunden Urin bei 342. Aktuell ist D3 bei 61, Kalzium bei 281. Ich habe aber immer noch reichlich Nebenwirkungen (Kreislaufprobleme, Herzrhythmusstörungen, Stuhlunregelmäßigkeiten, Übelkeit, Durchblutungsstörungen in Händen und Beinen, Besenreiser an den Knöcheln und eine Venenentzündung im linken Bein, leichte Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Durst, Hautaustrocknung, Mattigkeit und Antriebslosigkeit)
    Meine Frage: Kann das immer noch – 6 Wochen nach Absetzen des D3 – von der Überdosierung kommen und wenn ja, wie lange kann das noch anhalten oder sind da evtl. bleibende Symptome? Oder gibt es eine Gegenmaßnahme, was kann ich tun?
    Vielen Dank für eine Antwort!

    • Hallo,

      Ihre Vitamin-D-Werte liegen noch nicht in einem Bereich, den man als wirkliche Überdosierung einstufen würde. Ihre Symptome klingen trotzdem ein wenig nach Hypercalzämie.

      Generell wird in solchen Fällen empfohlen:
      1. 100-200µg Vitamin K2 Mk7 (nötig zur Verwertung des Calciums)
      2. evtl. 200mg Magnesium (wird durch die Umwandlung des) Vitamin D verbraucht
      3. Calcium-Aufnahme reduzieren
      4. Sehr viel trinken
      5. In schweren Fällen geringe Mengen Glaubersalz einnehmen

      Grüße

    • Guten Tag Herr Rotter,
      vielen Dank für die Antwort!
      Nach der Einnahme von K2 ist mein Kalziumspiegel im Urin wieder angestiegen, nachdem er vorher kontinuierlich gefallen war. Ist das normal? Und wie lange kann es dauern, bis der Kalziumspiegel sich wieder normalisiert? Sind da mehrere Monate im Bereich des möglichen?
      Vielen Dank für eine Antwort
      Iris

  12. Hallo Dr. Schweikart,

    seit Sommer 2013 habe ich (38 Jahre) alle zwei Tage 10.000 I.E. Vitamin D3 ohne zusätzliches K2 eingenommen. Seit Anfang Mai 2015 bis Anfang November 2015 nahm ich dann mehr zu mir, täglich 20.000 I.E. Vitamin D3, erneut ohne dazu K2 einzunehmen. Seit ca. Juli 2015 habe ich vermehrt Herzrhythmusstörungen, ich führte dieses Symptom aber zu diesem Zeitpunkt nicht auf die Einnahme von Vitamin D3 zurück. Durch Zufall kam ich im Novemeber 2015 darauf, dass es an einer Vitamin-D3-Überdosierung liegen könnte. Leider habe ich den Test zur Vitamin D3-Bestimmung erst heute abgeschickt, sodass ich noch nicht sagen kann, ob ich tatsächlich eine Vitamin D3-Überdosierung im Serum habe. Denke aber, dass das so sein müsste. Meine Frage lautet daher: falls ich eine Vitamin-D3-Überdosierung im Serum habe, hilft es dann noch etwas, Vitamin K2 zu sublimieren und/oder Magnesium (wenn ja, wieviel von beidem?) oder wäre das vollkommen nutzlos, um die Symptome und die möglichen Folgen einer eventuellen Vitamin D3-Überdosierung zu regulieren bzw. einer bereits vorhandenen Schädigung entgegenzutreten?
    Vielen Dank für die Infos,
    Grüße, Wolfgang

    • Hallo,

      Sowohl K2 als auch Magnesium können auch nachträglich Sinn machen.
      Der Vitamin-D-Spiegel dürfte sehr hoch sein und sollte normalisiert werden.

      Inwiefern es bereits zu einer Calcifizierung von Gefäßen gekommen sein könnte, ist schwer zu sagen.
      Ich würde es angesichts des kurzen Zeitraumes eher für unwahrscheinlich halten.

      Grüße

  13. Hallo David,

    ich habe nun 4 Wochen Dekristol 20.000 I.E. genommen um den Speicher aufzufüllen , nun liegt der Wert bei 102, was eigentlich schon überdosiert ist. Meine Frage ist nun, wie viel Einheiten brauche ich am Tag bzw. in der Woche, um einen gesunden Spiegel zu halten ?

    Herzlichen Danke

    • Hallo,

      diese Infos finden sich alle im Artikel “Dosierung”
      Es hängt von vielen Faktoren ab. (Sonnenexposition, Bekleidung, Hautfarbe, Gewicht etc)
      Ein guter Mittelwert sind im Winter 3000IE

      Grüße

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